Kinderzimmer Wand gestalten: auf Augenhöhe des Kindes

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Helles Kinderzimmer mit einer Bilderleiste in Kinderhöhe, darauf ein angelehntes gerahmtes Poster mit einem Heißluftballon, links der Rand eines Kinderbetts

KI-Visualisierung, Motive aus dem Sortiment

Ratgeber · Kinderzimmer

Die meisten Bilder im Kinderzimmer hängen auf Erwachsenenhöhe. Ein Vierjähriger sieht sie von unten. Diese Anleitung sagt, wo sie wirklich hingehören.

Zur Anleitung

Im Kinderzimmer hängen die Bilder fast immer zu hoch. Das liegt nicht an Nachlässigkeit, sondern daran, dass Erwachsene sie aufhängen und dabei auf die eigene Augenhöhe zielen. Ein Vierjähriger schaut von weit unten dagegen.

Vergleich der Augenhöhen: Erwachsener 145 cm, Schulkind 128 cm, Vierjähriges 94 cm, dazu die empfohlene Bildmitte bei 100 bis 120 cm
145 cm ist Erwachsenenhöhe. Für wen hängt das Bild da eigentlich?

Kinderzimmer Wandgestaltung: die Höhe entscheidet, ob das Bild ankommt

Die Museumsregel sagt: Bildmitte auf 145 cm. Diese Zahl stammt von der Augenhöhe eines stehenden Erwachsenen, und im Kinderzimmer ist sie deshalb die falsche Zahl.

Zum Vergleich, mit den üblichen Wachstumswerten gerechnet: Ein Vierjähriges ist rund 103 cm groß, die Augen liegen also bei etwa 94 cm. Ein Sechsjähriges kommt auf rund 108 cm Augenhöhe, ein Zehnjähriges auf etwa 128 cm.

Für Bilder, die das Kind ansehen soll, liegt die Bildmitte bei 100 bis 120 cm. Das wirkt beim Aufhängen erschreckend tief. Geh einmal in die Hocke, dann stimmt es.

Nicht jedes Bild muss dort hängen. Über einer Kommode oder einem Regal gilt weiterhin die Möbelkante: zwischen Oberkante und Bildunterkante bleiben 15 bis 25 cm. Welche Befestigung welches Gewicht trägt, steht im Ratgeber Bilder aufhängen.

Bilder Kinderzimmer: was über dem Bett gilt

Hier hört die Gestaltungsfrage auf und eine Sicherheitsfrage beginnt.

Drei Wandbereiche über einem Kinderbett: direkt über dem Kopfende nichts, daneben leichte Bilder, an der freien Wand alles erlaubt
Über dem Kopfende bleibt die Wand frei. Das ist keine Vorsicht, das ist die Regel.

Über dem Kopfende hängt nichts. Kein Rahmen, kein Regal, kein Mobile an der Wand. Ein Kind bewegt sich im Schlaf, springt auf dem Bett und zieht sich an der Wand hoch. Was dort hängt, fällt irgendwann, und es fällt auf einen Kopf.

Ab der Seite des Bettes wird es wieder ruhig. Dort gelten zwei Regeln: kein Echtglas und nichts Schweres. Plexiglas wiegt weniger, kann nicht splittern und kostet oft weniger als Glas. Ein Poster ohne Rahmen, direkt mit Klebeband oder Klebestreifen an der Wand, ist über einem Schlafplatz die sicherste Lösung von allen.

Wie das im Schlafzimmer von Erwachsenen aussieht, wo die Maße anders laufen, steht unter Bilder über dem Bett.

Über dem Kopfende: nichts. Seitlich: kein Glas, nichts Schweres. Bildmitte für das Kind: 100 bis 120 cm, nicht 145.

Kinderzimmer gestalten, das mitwächst

Ein Kinderzimmer ist der einzige Raum, dessen Bewohner sich alle zwei Jahre grundlegend ändert. Was mit drei geliebt wird, ist mit sieben peinlich.

Wer das mit Nägeln löst, hat nach fünf Jahren eine Wand voller Löcher. Deshalb lohnt hier genau das, was im Wohnzimmer optional ist: eine Bilderleiste. Zwei Schrauben, beliebig viele Motivwechsel, kein einziges weiteres Loch.

Die Leiste kommt auf Kinderhöhe, nicht auf Erwachsenenhöhe. Dann kann das Kind die Bilder selbst umstellen, und genau das passiert dann auch. Wie du sie bestückst, steht unter Bilderleiste dekorieren.

Die Höhe steht, es fehlen die Motive

Im Kinderzimmer wechselt der Geschmack schneller als anderswo. Motive, die sich leicht tauschen lassen, sind hier die vernünftigere Wahl.

Motive ansehen →

Kinderzimmer Wanddeko: welche Motive wann wirken

Das Alter entscheidet mehr über das Motiv als der Geschmack der Eltern. Ein Bild, das ein Baby anzieht, langweilt ein Schulkind sofort.

Gerahmtes Poster mit einem Igel auf goldgelbem Grund an einer hellen Wand

Baby

Große einfache Formen und klare Umrisse, wenige Farben nebeneinander

Passt zu: Wickelkommode, Wand gegenüber dem Bett
Gerahmtes Poster mit einer kleinen Giraffe an einer hellen Wand

Kleinkind

Erkennbare Tiere und Dinge, die benannt werden können

Passt zu: Spielecke, Bilderleiste auf Kinderhöhe
Gerahmtes Poster mit einem kleinen Astronauten im Weltall an einer hellen Wand

Schulkind

Das eigene Thema: Weltall, Dinosaurier, Fahrzeuge

Passt zu: Über dem Schreibtisch, eigene Wand

Ein Hinweis, der oft untergeht: Babys sehen in den ersten Monaten vor allem Kontrast, nicht Farbe. Zarte Pastelltöne nebeneinander verschwimmen für sie. Was wirkt, sind klare Umrisse auf hellem Grund. Passende Motive fürs Kinderzimmer sind nach Farbwelt sortiert, als Poster-Sets sind sie schon aufeinander abgestimmt.

Babyzimmer gestalten: eine Einschränkung

Im Babyzimmer kehrt sich die Höhenfrage um. Ein Säugling liegt, er steht nicht.

Das heißt: Die Wand, auf die es ankommt, ist nicht die hinter dem Bett, sondern die gegenüber und die über der Wickelkommode. Dort schaut das Kind minutenlang hin, jeden Tag.

Über der Wickelkommode gilt wieder die Möbelkante, 15 bis 25 cm. Und dort gilt besonders streng, was über jedem Wickelplatz gilt: nichts, was herunterfallen kann, während ein Kind darunter liegt und man selbst eine Hand am Baby hat.

Dazu eine Sache, die man nur einmal falsch macht: Schnüre und Bänder gehören nicht in Reichweite. Das betrifft Mobiles an der Wand, Bildaufhängungen mit Kordel und alles, woran sich ein Kind hochziehen kann.

Häufige Fragen

Auf welcher Höhe hängt man Bilder im Kinderzimmer?

Die Bildmitte liegt bei 100 bis 120 cm, wenn das Kind das Bild ansehen soll. Die übliche Museumshöhe von 145 cm entspricht der Augenhöhe eines Erwachsenen und ist für ein Kind zu hoch. Über einem Möbel zählt dagegen die Möbelkante, dort bleiben 15 bis 25 cm.

Darf über dem Kinderbett ein Bild hängen?

Über dem Kopfende nicht. Kinder bewegen sich im Schlaf, springen auf dem Bett und ziehen sich an der Wand hoch. Seitlich neben dem Bett ist es unproblematisch, solange kein Echtglas verwendet wird und nichts Schweres hängt.

Wie gestalte ich eine Kinderzimmerwand, ohne viele Löcher zu bohren?

Mit einer Bilderleiste. Zwei Schrauben tragen beliebig viele Motive, und gewechselt wird durch Umstellen statt durch Bohren. Das ist im Kinderzimmer die praktischste Lösung, weil sich der Geschmack dort alle paar Jahre ändert.

Welche Bilder passen ins Babyzimmer?

Klare Umrisse und wenige Farben. Babys nehmen in den ersten Monaten vor allem Kontrast wahr, zarte Pastelltöne nebeneinander verschwimmen für sie. Wichtig ist außerdem der Ort: die Wand gegenüber dem Bett und über der Wickelkommode, nicht hinter dem Kopfende.

Wie viele Bilder gehören an eine Kinderzimmerwand?

Drei bis fünf auf einer Wand. Mehr wirkt unruhig, und im Kinderzimmer ist ohnehin schon viel los. Lieber wenige Motive, die regelmäßig getauscht werden.

Welche Rahmen sind im Kinderzimmer sicher?

Rahmen mit Plexiglas statt Echtglas, oder Poster ganz ohne Rahmen. Plexiglas wiegt weniger und kann nicht splittern. Schnüre und Kordeln gehören nicht in Reichweite.

Bereit für die Kinderzimmerwand?

Erst in die Hocke gehen und die Höhe aus Kindersicht prüfen, dann die Leiste setzen, dann die Motive wählen. In dieser Reihenfolge hängt nichts zu hoch.

Motive fürs Kinderzimmer ansehen →

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Lisa Werner, verantwortlich für Design und Projektmanagement bei nterya

Über den Autor

Lisa Werner verantwortet Design und Projektmanagement bei nterya. Sie arbeitet täglich mit den Formaten aus diesem Ratgeber und mit der Frage, welches davon an welche Wand gehört.

Publisher: nterya Interior Design GmbH, eigene Designs, Druck in Deutschland.